Neu im Backbone: Das Kreishaus Paderborn

Es ging wieder einmal hoch hinaus, als wir das Kreishaus in Paderborn als PoP erschließen konnten; mit dem Aufzug ging es in die 11. Etage, dann noch eine Treppe hoch in die 12. und auf dem Dach über eine Leiter weiter quasi in die 13. Etage.

Dort angekommen galt es, die vom Elektriker vorbereiteten UV-beständigen Erdkabel (welche uns noch Kopfschmerzen bereiten sollten) auf eine angenehme Arbeitshöhe zu bringen. Zeitgleich brachten wir den stets nötigen Überspannungsschutz für alle 8 Kabel an und begannen unsere Richtfunkstrecken an die Ausleger zu montieren.

Mast mit Antennen, Kreishaus PaderbornLeider mussten wir feststellen, dass auf den recht dicken Erdkabeln beim besten Willen keine Stecker anzubringen waren, also mussten Buchsen und wasserfeste Outdoorboxen her. Dank der Freifunkförderung hatten wir noch genau 8 Buchsen im Lager, zwei IP67-Verteilerboxen und etwas Silikon gegen den Regen gab’s im Baumarkt.

Nachdem wir nun alles vor Ort hatten, konnte die Installation ohne weitere Vorkommnisse erledigt und alles nach Augenmaß auf die Gegenstellen ausgerichtet werden. Alle Kabel wurden durchgemessen und für gut befunden (10GE Kupfer werden wir an dieser Stelle nie brauchen, wäre aber möglich!).

Zeitgleich konnten wir auch das 19″ Rack eine Etage tiefer mit einer APU2C4 19″ und einem Netonix-Switch und weiteren Überspannungsschutzmodulen ausstatten  und in Betrieb nehmen.

Backbone PoP Kreishaus Paderborn

Also alles nach und nach angeschlossen, die ersten Strecken in Betrieb genommen und dann kam auch schon die Meldung „We are online!“. Wenige Minuten später war dann auch der Standort Finanzamt an den Richtfunk-Backbone angeschlossen und trotz DSL-Ausfall ebenfalls wieder online.

Richtfunkbackbone Paderborn Stand August 2019

In der nächsten Zeit werden nach und nach weitere Strecken online gehen und unser Netz vervollständigen.

Danke an alle Helfer, dem Kreis Paderborn und dem Land NRW für die Förderung der Maßnahme.

Die ersten Weihnachtsgeschenke gehen in Betrieb

Dank der großartigen Freifunk Landesförderung, die dieses Jahr sogar auf 300.000€ verdoppelt wurde, konnten wir auch Ende letztes Jahres einige Weihnachtsgeschenke für den Freifunk Hochstift kaufen! Dieses mal hatten wir knapp 34.000€ Förderung beantragt und davon – aufgrund einiger kurzfristiger Planänderungen – ca. 16.000€ in Hardware gesteckt.

Damit wollen wir das Netz an einigen Stellen erweitern und ausbauen, aber auch alte Komponenten, für die es keine Updates mehr gibt ersetzen. Ein neuer Mobile-POP wird es uns erlauben, bei spontanen Ereignissen wie der #PBBombe und hoffentlich anderen freudigeren Ereignissen kurzfristig handlungsfähig zu sein und Netzabdeckung an relevanten Orten bereitstellen zu können.

Zusätzlich gab es ein paar Performance-Upgrades für die Backbone-Infrastruktur, damit unsere steigende Zahl an Infrastrukturdiensten etwas flotter wird. Heute haben wir das erste Update verbaut und einem der Server in einem Paderborner Rechenzentrum zwei SSDs (als Spiegel) und eine 10G/Bits Netzwerkkarte spendiert. Das Netzwerkmonitoring (LibreNMS) freut sich bereits über die deutlich schnelleren Festplatten 🙂

Im Laufe der nächsten Wochen werden wir weitere Komponenten verbauen, einrichten und weiter berichten.

Backbone Erweiterung an der Volksbank Paderborn

Wir haben fertig!

So oder so ähnlich hieß es in dem Moment, als wir die Erweiterung unseres Backbones, bei klirrender Kälte, fertiggestellt hatten. Unser Kooperationpartner die Volksbank Paderborn hat uns erlaubt, auch die hintere Dachfläche für einen Masten zur Montage weiterer Richtfunkstrecken nutzen zu dürfen.

Dafür von uns ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten.

Somit konnten wir endlich die Lücke zwischen Reismann Gymnasium und Innenstadt schließen und unseren Funkbackbone noch stabiler gestalten. Dies geschah mit der tatkräftigen Hilfe eines Besuchers des Freifunk München.

Nebenbei konnten wir ein anderes Projekt, welches im Rahmen von 100xWLAN gefördert wurde mit einem sinnvollen Uplink austatten, da es im Innenstadtbereich scheinbar nur sehr begrenzt Bandbreiten durch den magentafarbenen TK-Anbieter gibt. Die Geschwindigkeit der DSL-Leitung mit etwa 16MBit ist jedenfalls nicht ausreichend für den Bandbreitenhunger von wartenden Busreisenden. Mehr zu dem Projekt wird es in einem weiteren Beitrag geben.

An der Volksbank haben wir nun erstmals einen Outdoor-Switch zur Versorgung unserer Antennen genutzt. Dieser wird durch eine redundante Stromversorgung im Verteilerraum versorgt. Hier bleiben nun genügend Reserven um weitere Komponenten an den Mast zu bauen, ohne noch mehr Kabel ziehen zu müssen.

Die Netzversorgung übernimmt eine Glasfaser, die durch das Gebäude auf das Dach verläuft. Die letzte Meile bis zu unserem Equipment im Keller des Gebäudes durften wir dankenswerterweise über freie Glasfasern der Volksbank sicherstellen.

Alles in Allem wieder ein gelungener Aufbau und wir freuen uns schon jetzt auf unsere weiteren Projekte, die noch im Laufe des gerade begonnen Jahres anstehen.

Gerne könnt Ihr uns auch Feedback auf Twitter oder Facebook geben.